Wetter Kreta auf einen Blick: Klimaüberblick und Schnellantwort
Im Sommer weht der Meltemi, ein Nordwind, der die Hitze dämpft. Für Bootsausflüge ab Heraklion zählt dann vor allem der Wind: Plane Ausflüge aufs Wasser mit einem Ausweichtag. Mit der HelloRoam eSIM für Griechenland hast du ab der Landung auf Kreta mobile Daten, um morgens selbst die Windvorhersage und die Abfahrtszeiten der Boote zu prüfen.
Die Südküste ist im Sommer deutlich heißer.
In Ierapetra an der Südostküste liegt das Tageshoch im Juli und August im Mittel bei 32,0 °C, in Heraklion bei 28,9 und 28,8 °C. Bis Oktober schrumpft der Abstand auf 1,4 Grad (25,0 zu 23,6 °C). Regen fällt übers Jahr an beiden Orten ähnlich viel, rund 475 bis 480 mm, in Ierapetra aber an rund 61 statt 91 Tagen.
Der Haken: Der Flughafen Heraklion (HER) liegt an der Nordküste, die Südküste auf der anderen Seite der Insel. Wer Flughafennähe und kurze Wege priorisiert, bleibt im Norden. Wer Wärme und Abgeschiedenheit bevorzugt, nimmt die längere Anreise bewusst in Kauf. Welche Flughäfen Kreta hat und welche Direktflüge es aus Deutschland gibt, zeigt unser Überblick zu den Flughäfen Heraklion und Chania.
Hitze oder kurze Wege. Genau das ist die Entscheidung.
Nordküste gegen Südküste: Mehr Wärme im Süden, kürzere Wege im Norden
Die Nordküste punktet mit Infrastruktur und kurzen Wegen ab Heraklion, die Südküste mit mehr Sommerhitze und weniger Regentagen. Drei Faktoren entscheiden den Vergleich:
- Wind: Im Sommer kommt der Wind in Heraklion vorwiegend aus Nordwest, in Ierapetra aus Nord. Windstiller ist der Süden nicht.
- Temperatur: Das Tageshoch liegt in Ierapetra im Juli und August im Mittel gut 3 Grad über dem von Heraklion, im Oktober noch 1,4 Grad.
- Infrastruktur: Im Norden ist die Auswahl an Hotels und Busverbindungen größer, im Süden überschaubar.
Meltemi: Spürbar an der Nordküste
Der Wind am Strand von Heraklion trocknet die Sonnencreme, bevor sie einzieht. Das Handtuch bauscht sich. Das ist der Meltemi, der sommerliche Nordwind der Ägäis. In Heraklion dreht der vorherrschende Wind von Juni bis September auf Nordwest, im übrigen Jahr kommt er meist aus Süden.
Den Meltemi spürt man. Für Hitzesensible ist das durchaus angenehm. Wer ruhiges Strandwetter sucht, findet es hier nicht an jedem Tag.
Die Nordküste entschädigt mit solider Infrastruktur: Direktbusse, Mietwagenagenturen, gut ausgebaute Hotels und die unmittelbare Nähe zum Flughafen Heraklion (HER).
Südküste: Heißer, aber nicht windstill
Windgeschützt ist die Südküste nicht automatisch. Die HNMS-Station Ierapetra misst das ganze Jahr vorwiegend Nordwind und im Juli und August im Mittel stärkeren Wind als Heraklion. Auch Tympaki an der Messara-Bucht nördlich von Matala liegt im Juli über dem Wert von Heraklion. Ob eine Bucht im Windschatten liegt, hängt von ihrer Lage ab.
Die Kehrseite: Ierapetra und Matala liegen auf der anderen Inselseite, weiter vom Flughafen Heraklion (HER) entfernt. Das Angebot an Hotels und direkten Busverbindungen bleibt überschaubar.
| Kriterium | Nordküste (Heraklion) | Südküste (Ierapetra) |
|---|---|---|
| Tageshöchst Juli/Aug. | 28,9 / 28,8 °C | 32,0 / 32,0 °C |
| Wind im Sommer | Vorwiegend Nordwest | Vorwiegend Nord, im Mittel stärker |
| Temperatur Oktober | 23,6 °C | 25,0 °C |
| Regentage/Jahr | Rund 91 | Rund 61 |
| Flughafen HER | An derselben Küste | Auf der anderen Inselseite |
| Infrastruktur | Gut ausgebaut | Überschaubar |
| Geeignet für | Kurze Wege, breite Unterkunftswahl | Hitzesucher, weniger Regentage |
Wetter Kreta Monat für Monat: Temperaturen, Sonne und Regen
Zwölf Sonnenstunden am Tag im Juli, weniger als ein Regentag im Juli und August, ein Meer mit rund 25 Grad im August: So sieht der Hochsommer an der Nordküste bei Heraklion aus. Die folgende Tabelle listet alle zwölf Monate mit Tages- und Nachtwerten, Wassertemperatur, Sonnenstunden und Regentagen.
| Monat | Tageshöchst | Nachts | Wasser | Sonne/Tag | Regentage |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 15,3 °C | 9,1 °C | 16 °C | 3,8 Std. | 16,0 |
| Februar | 15,5 °C | 8,9 °C | 15 °C | 4,3 Std. | 13,6 |
| März | 17,0 °C | 9,8 °C | 16 °C | 5,7 Std. | 11,4 |
| April | 20,1 °C | 12,0 °C | 16 °C | 7,6 Std. | 7,6 |
| Mai | 23,6 °C | 15,1 °C | 19 °C | 9,7 Std. | 4,6 |
| Juni | 27,3 °C | 19,2 °C | 22 °C | 11,7 Std. | 1,3 |
| Juli | 28,9 °C | 21,9 °C | 24 °C | 12,0 Std. | 0,3 |
| August | 28,8 °C | 22,0 °C | 25 °C | 11,2 Std. | 0,5 |
| September | 26,6 °C | 19,5 °C | 24 °C | 9,4 Std. | 2,8 |
| Oktober | 23,6 °C | 16,7 °C | 23 °C | 6,4 Std. | 7,5 |
| November | 20,2 °C | 13,5 °C | 20 °C | 5,0 Std. | 10,6 |
| Dezember | 17,1 °C | 10,9 °C | 17 °C | 3,9 Std. | 15,2 |
Luft und Regentage: griechischer Wetterdienst HNMS, Station Heraklion, Mittel 1955 bis 2010. Sonne (Mittel 1961 bis 1990) und Wasser: Deutscher Wetterdienst, Klimatafel Iraklion.
Juli und August: Fast ohne Regen
Der Hochsommer liefert das, wofür Kreta gebucht wird: In Heraklion im Mittel knapp 29 Grad am Tag und 22 Grad in der Nacht, das Meer auf 24 bis 25 Grad erwärmt. Regen ist selten, mit im Mittel 0,3 Regentagen im Juli und 0,5 im August.
Mai und Oktober: Warm, aber nicht heiß
Mai und Oktober kommen in Heraklion beide auf 23,6 Grad am Tag. Der Unterschied liegt im Wasser: Im Mai hat das Meer rund 19 Grad, im Oktober noch rund 23 Grad. Dafür regnet es im Oktober öfter, an 7,5 statt 4,6 Tagen im Monat, und die Sonne scheint im Mai mit 9,7 Stunden täglich deutlich länger als im Oktober mit 6,4 Stunden.
Wer baden will und flexibel buchen kann, wählt eher Oktober als Mai.
Dezember bis Februar: Mild, aber nass
Der Winter zeigt eine andere Seite der Insel. Tageshöchstwerte von 15 bis 17 Grad, rund 14 bis 16 Regentage pro Monat. Zwischen Oktober und März fallen in Heraklion knapp 87 Prozent des Jahresregens, in Ierapetra rund 90 Prozent, während der Sommer nahezu trocken bleibt. Für klassische Strandurlauber ist diese Jahreszeit ungeeignet. Für Wanderungen eignen sich März und April besser: An der Küste bei Heraklion liegt das Tageshoch dann bei 17 bis 20 Grad.
Der Meltemi dämpft die Sommerhitze und kann Bootstouren ausbremsen
Der Meltemi (meteorologisch: Etesien) ist der Nordwind, der in der warmen Jahreszeit vor allem über der Ägäis weht. Der griechische Wetterdienst HNMS schreibt, dass er zusammen mit der Seebrise an den Küsten die Sommerhitze dämpft. Er beeinflusst unmittelbar, welche Strände und Ausflüge an einem konkreten Tag planbar sind.
Für Wärmemeidende ein Segen. Für Tagesausflügler auf See ein Planungsproblem.
Wer vom Meltemi profitiert
Wer die Hochsommerhitze meidet, schätzt diese Abkühlung. An der Nordküste kommt der Wind im Sommer vorwiegend aus Nordwest, und Windsurfer nutzen ihn.
Wann der Meltemi zum Problem wird
Frischt der Wind stark auf, wird es auf dem Wasser ungemütlich, und Bootstouren entlang der Nordküste finden dann nicht immer statt. Wer einen Ganztagesausflug auf dem Wasser fest im Reiseprogramm hat, braucht mindestens einen Ausweichtag als Reserve und prüft vorher die Sturmwarnungen, die der griechische Wetterdienst HNMS für die Seegebiete veröffentlicht.
Südküste: Kein garantierter Windschutz
Die Südküste ist keine sichere Ausweichroute: Wie oben gezeigt, messen Ierapetra und Tympaki im Hochsommer im Mittel mehr Wind als Heraklion. Wer Bootstouren plant, prüft am Vortag die Vorhersage für genau diesen Küstenabschnitt. Dazu kommen weniger touristische Infrastruktur und eine längere Anfahrt von Heraklion.
Auf Kreta vernetzt bleiben: Mobiles Internet und eSIM für Urlauber
Griechenland liegt im EU-Roaming-Raum, deshalb nutzen Reisende mit deutschem Vertrag ihr gebuchtes Datenvolumen auf Kreta ohne Aufpreis. Zwei Grenzen nennt die EU dabei selbst.
Laut dem EU-Portal Your Europe (Stand: Oktober 2026) ist das Datenvolumen deines Vertrags beim Roaming die Obergrenze. Bei sehr günstigen Tarifen und bei Flatrates darf der Anbieter die Datenmenge im EU-Ausland zusätzlich begrenzen. Wer mit einem kleinen Tarif täglich navigiert, Fotos teilt und Wetter-Apps nutzt, kann im Urlaub schnell an dieses Limit stoßen. Prüfe vor der Reise die Seite von Your Europe und die Roaming-Bedingungen deines Anbieters.
Für Touren abseits der Orte, etwa in die Samaria-Schlucht oder zu abgelegenen Stränden wie Sweetwater Beach, lädst du Offline-Karten besser vor dem Abflug herunter.
Eine Reise-eSIM (eine digitale SIM, die per QR-Code eingerichtet wird) läuft auf einem eigenen Datentarif für Griechenland, unabhängig vom deutschen Heimvolumen. Ob dein Smartphone eine eSIM unterstützt, zeigt die Übersicht der eSIM-kompatiblen Geräte. Dual-SIM-fähige Geräte (Smartphones, die zwei aktive Profile gleichzeitig unterstützen) behalten die deutsche Rufnummer aktiv, zum Beispiel für Banking-TANs, während mobile Daten über das eSIM-Profil laufen. Wer nach Kreta in weitere Länder reist, nutzt mit einem Europa-Tarif von HelloRoam ein eSIM-Profil über die Grenzen hinweg. Wer mit seinem Inlandsvolumen auskommt, braucht auf Kreta keine zusätzliche eSIM.
Wetter-Apps wie Windy brauchen für Echtzeit-Updates eine stabile Verbindung. Eine gedrosselte Leitung liefert Wind- und Regenprognosen nicht zuverlässig.
Beste Reisezeit: Juli und August sind am heißesten, Juni und September milder
Juli und August sind die wärmsten Monate der Insel. Der griechische Wetterdienst HNMS nennt für ganz Griechenland das letzte Julidrittel und das erste Augustdrittel als heißeste Zeit des Jahres. Diese Wochen bringen warme Nächte und Badewasser auf dem Jahreshöchststand, wie die Klimatabelle oben zeigt. Für Badesommerfreunde ist das die direkteste Antwort.
Dafür weht in Heraklion der Wind im Juli und August im Mittel stärker als im Juni und September, und an der Südküste wird es mit 32,0 °C am Tag richtig heiß.
Drei Reisefenster im Überblick:
- Juni: Im Mittel 27,3 Grad am Tag, das Meer hat rund 22 Grad, und es regnet im Mittel an 1,3 Tagen im Monat.
- September: Im Mittel 26,6 Grad am Tag, das Meer hat noch rund 24 Grad, und der Wind ist in Heraklion schwächer als im August.
- Juli/August: Maximale Wärme, im August das wärmste Meer mit rund 25 Grad, aber auch der stärkste Sommerwind. Für Reisende mit festem Schulferienkalender bleibt das häufig die einzige Option.
Bei freier Datumswahl würden wir Juni oder September nehmen: Beide Monate sind tagsüber nur 1,5 bis 2,2 Grad kühler als der August, und das Meer ist im September mit rund 24 Grad kaum kühler als im August. Oktober ist die Alternative für alle, die es milder mögen und ein paar Regentage in Kauf nehmen.
Baden im Oktober: Das Meer hat noch rund 23 Grad

Ja. Das Meer bei Heraklion hat im Oktober im Mittel noch rund 23 Grad, die Luft erreicht tagsüber 23,6 Grad. Das Wasser ist damit nur rund 2 Grad kühler als im August.
Hinzu kommen im Mittel 6,4 Sonnenstunden am Tag und 7,5 Regentage im Monat. Oktober auf Kreta ist kein Ersatz für den Hochsommer, aber genau darin liegt der Reiz für alle, die der Hitze des Augusts entgehen wollen. An der Südküste regnet es im Oktober seltener: Tympaki an der Messara-Bucht zählt im Mittel 4,6 Regentage, Heraklion 7,5.
Ab Mitte Oktober gilt jedoch ein Vorbehalt.
Laut HNMS beginnt in Griechenland Mitte Oktober die kühle Regenzeit, die bis Ende März dauert. In Heraklion fallen im Oktober im Mittel 59,4 mm Regen, mehr als dreimal so viel wie im September mit 16,7 mm. Wer die zweite Oktoberhälfte bucht, prüft die lokale Wettervorhersage täglich und hält Bootstouren flexibel buchbar.
Für Familien, die an die Herbstferien gebunden sind, bleibt Oktober eine gute Wahl: warmes Wasser, milde Tage und vor der Monatsmitte meist noch stabiles Wetter.
Fragen von Reisenden
Wie warm ist das Meer in Kreta aktuell?
Das hängt vom Monat ab. Laut Deutschem Wetterdienst hat das Meer bei Heraklion im Mittel 22 °C im Juni, 24 °C im Juli, 25 °C im August, 24 °C im September und 23 °C im Oktober. Den aktuellen Wert zeigt eine Tagesvorhersage.
Wie warm ist es nächste Woche auf Kreta?
Das zeigt nur eine aktuelle Vorhersage, etwa vom griechischen Wetterdienst HNMS. Zur Orientierung: In Heraklion liegt das Tageshoch im Mittel bei 23,6 °C im Mai und Oktober und bei knapp 29 °C im Juli und August.
Ab wann klingt der Meltemi auf Kreta ab?
In Heraklion kommt der Wind von Juni bis September vorwiegend aus Nordwest, ab Oktober wieder aus Süden. Im September ist er dort im Mittel schon schwächer als im Juli und August.
Quellen


Geschrieben von
Julia Hoffmann
Julia Hoffmann ist Reiseautorin bei HelloRoam und schreibt über Konnektivität und Reisetechnologie für Besucher in Deutschland. Julia wuchs in Hamburg auf und lebt jetzt in Stuttgart, was ihr tiefes Ortswissen über Nord- und Süddeutschland gibt. Sie schreibt darüber, wie man in den Märchenstädten entlang der Romantischen Straße online bleibt, auf Weihnachtsmärkten verbunden bleibt und Datentarife für Zugreisen mit der Deutschen Bahn auswählt. Julia behandelt auch WLAN in deutschen Hotels, Hostels und Airbnbs. Ihre Ratgeber helfen englischsprachigen Besuchern, Expats und Austauschstudenten, deutsche Mobilfunknetze ohne Stress und unerwartete Rechnungen zu nutzen.



