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Frequently Asked Questions
68 Prozent der deutschen Reisenden vergessen pro Reise mindestens einen wichtigen Gegenstand. Eine Checkliste reduziert nicht nur Stress, sondern verhindert auch teure Spontankäufe am Urlaubsort oder am Flughafen, die oft ein Mehrfaches des Heimpreises kosten.
Eine Packliste dokumentiert, was im Koffer landet. Eine Reise-Checkliste erfasst, was organisatorisch erledigt sein muss: Reisepass verlängert, Visum beantragt, Versicherung abgeschlossen, Bargeld besorgt. Beide Formate sind gleich wichtig und ergänzen sich.
Empfohlen wird ein Start sechs Wochen vor Abreise. Wer so früh beginnt, vermeidet den Stress der letzten 48 Stunden, in denen die meisten Last-Minute-Suchen zu Reisechecklisten auftreten.
Zahlreiche Länder verlangen eine Restgültigkeit von mindestens sechs Monaten nach dem Rückreisedatum. Der Reisepass sollte daher mindestens drei Monate vor der Abreise geprüft werden, damit bei Bedarf noch Zeit für eine reguläre Verlängerung beim Einwohnermeldeamt bleibt.
Für die USA benötigen Deutsche ein ESTA (kostenpflichtig, online beantragbar), für Australien eine ETA und für die Türkei ein e-Visum. Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern; aktuelle Informationen gibt es beim Auswärtigen Amt oder der zuständigen Botschaft.
Die EHIC deckt medizinische Behandlungen innerhalb der EU und einiger weiterer Länder ab. Für Fernreisen außerhalb der EU reicht sie nicht aus. In Ländern wie den USA können Behandlungskosten ohne Versicherungsschutz fünfstellige Eurobeträge erreichen, weshalb eine separate Reisekrankenversicherung unverzichtbar ist.
Zur Grundausstattung gehören Schmerzmittel (Ibuprofen oder Paracetamol), Pflaster und Wunddesinfektion, ein Fieberthermometer, Durchfallmittel (Loperamid) sowie Mückenschutz und Sonnencreme mit LSF 50. Grundmedikamente sollten stets ins Handgepäck, nicht ins aufgegebene Gepäck.
Für Flüssigkeiten im Handgepäck gilt die 100-ml-Regel: jedes einzelne Behältnis darf maximal 100 ml fassen, und alle Behälter müssen zusammen in einem transparenten Zip-Beutel verstaut werden.
Nein. Laut Luftfahrtrecht müssen Powerbanks ausschließlich ins Handgepäck. Erlaubt sind maximal 100 Wh, was rund 27.000 mAh entspricht. Lithium-Akkus im aufgegebenen Gepäck sind nicht gestattet.
Innerhalb der EU und des EWR gelten seit 2017 die inländischen Tarife deutscher Mobilfunkverträge. Das Reisen durch Länder wie Spanien, Portugal oder Griechenland kostet mit der deutschen SIM-Karte keine Aufpreise für Daten oder Telefonie.
Carrier-Roaming in den USA ist teuer: Telekom Travel und Surf beispielsweise kostet 11,95 Euro pro Tag bei einem Datenlimit von 500 MB. Für eine zehntägige Reise summiert sich das auf rund 120 Euro allein für mobiles Internet.
Zwei günstige Alternativen zum teuren Carrier-Roaming sind eine lokale SIM-Karte vor Ort oder eine vorab aktivierte eSIM. Eine Hello Roam eSIM für die USA kostet etwa 15 bis 22 Euro für zehn Tage mit 5 GB, was gegenüber Carrier-Roaming eine Ersparnis von rund 85 Prozent bedeutet.
Eine eSIM ist kein physischer Chip zum Einlegen, sondern fest im Smartphone verbaut und wird vollständig digital konfiguriert. Nach dem Kauf eines Tarifs scannt man einen QR-Code unter den Einstellungen, das Profil lädt automatisch herunter, und der gesamte Vorgang dauert unter fünf Minuten.
Kompatible Geräte sind unter anderem iPhone XS und neuer (entsperrt), Samsung Galaxy S23 und neuer sowie Google Pixel 6 und neuer. Laut GSMA-Daten aus 2024 sind rund 38 Prozent der in Deutschland neu verkauften Smartphones eSIM-fähig. Manche Netzbetreiber liefern Geräte mit einer Netzsperre aus, die zunächst aufgehoben werden muss.
Ja. Bei Dual-SIM-Geräten laufen beide Profile gleichzeitig. Anrufe und SMS laufen weiterhin über die deutsche SIM-Karte, während die eSIM für die günstigere Datenverbindung im Ausland zuständig ist. Das aktive Profil lässt sich manuell in den Einstellungen umstellen.
Die meisten Anbieter drosseln die Verbindung nach Verbrauch des Volumens auf 128 kbit/s. Messaging funktioniert noch, Streaming jedoch nicht mehr. Viele Tarife erlauben das Nachbuchen direkt in der App, ohne dass ein neuer QR-Code nötig ist.
Dazu gehören Online-Check-in, Koffer wiegen (Übergewichtsgebühren können bis zu 100 Euro betragen), Heimcheck (Herd, Bügeleisen, Fenster, Wasserhahn), vollständiges Aufladen des Smartphones sowie Datensicherung in der Cloud. Transfer zum Flughafen und Bargeld in der Landeswährung sollten ebenfalls vorbereitet sein.
Bei den meisten Airlines öffnet der Online-Check-in 48 Stunden vor dem Abflug, bei einigen Billigfliegern erst 24 Stunden vorher. Einige Low-Cost-Carrier verlangen am Schalter bis zu 20 Euro für den Bordkartendruck, weshalb das frühzeitige Sichern der digitalen Bordkarte empfohlen wird.
Viele Apps bauen automatisch Verbindungen im Hintergrund auf. Ohne deaktiviertes Roaming entstehen Kosten, ohne dass man aktiv surft. Roaming sollte daher grundsätzlich ausgeschaltet und nur bei konkretem Bedarf manuell aktiviert werden.
Kopien aller wichtigen Dokumente gehören an zwei Orte: digital in einer verschlüsselten Cloud und als Ausdruck im Reisegepäck. Zusätzlich sollte man den deutschen Kreditkarten-Sperr-Notruf (116 116) sowie die Hotlines der Versicherungen und der deutschen Botschaft im Reiseland notieren.
Sources
- Packliste für den Urlaub inkl. Checkliste zum Downloaden — urlaubsguru.de
- adac.de — adac.de
- Packlisten für die Reise, Festivals, Backpacking und mehr — packlisten.org
- ALDI Reisen Service: Reisecheckliste — aldi-reisen.de
- Urlaubspackliste - Die Checkliste für deinen Urlaub — allianzdirect.de








